Gerhard Lein zu Besuch im "Come in"
Hamburgs erfolgreiche und bekannte Therapieeinrichtung für Drogenkranke junge Menschen hatte eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten zahlreiche Gäste gemeinsam mit der Leitung, den jungen Klienten, Bau-Firmen, Handwerkern und Spendern das Richtfest für einen Erweiterungsbau. Lob erhielt gleich zu Anfang unser Bezirksamtsleiter Christoph Krupp für die entschiedene, schnelle und unkomplizierte Genehmigung des Neubaus in sensiblem Gebiet. Senator Wersich ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen (wiewohl kaum Staatsgeld geflossen ist).
Aber dann die Klienten. Junge Leute, die in Drogenabhängigkeit hineingestrauchelt sind. Die lernen müssen mit Regeln zu leben und Freiheit zu lernen. Denn Come in ist keine geschlossene Anstalt. Sie müssen sich entscheiden, dabei zu bleiben. Dann aber gibt es gute und gezielte Hilfe – inclusiv Schule mit Abschluss, wie wir Bergedorfer SPD-Abgeordneten vor zwei Jahren bei einem Besuch vor Ort erfahren konnten. Von den bislang 700 Klienten, die Come in mit den Jahren betreut und geheilt hat, haben es fast alle in die Ausbildung geschafft, wie Norbert Mahringer nicht ohne Stolz bekannte.
An vierter Stelle, in einer kurzen, erfrischenden Rede sprach André von der Hoffnung, die diese Einrichtung ihm und seinen Mitbewohnern gibt. Zum Schluss die wunderbare Bemerkung, dass nicht mehr so viel Worte gemacht würden „die Ohren abgelabert würden“, wie er es ausdrückte. Neben ihm der Einrichtungsleiter Norbert Mahringer.
Wir mussten dann doch noch – wie es bei solchen Anlässen üblich ist – die eine oder andere allerdings kurze Rede hören, bis es Gulaschsuppe, Brötchen und Obst aus der Küche des Hauses gab.
Bergedorf kann froh sein, dass eine solche Einrichtung sogar bei der ländlichen Nachbarschaft große Wertschätzung genießt. Ich war froh, (wieder mal) zu Gast gewesen zu sein.
Gerhard Lein
Quelle des Fotos: Heyen/BZ
